Herr Gantert, wie sind Sie dazu gekommen Pfarrer in der Gemeinde Salder zu werden?
Ich bin in Lebenstedt aufgewachsen und so hat mich der Wechsel nach Salder und Bruchmachtersen wieder in meine Heimat gebracht. Außerdem wollte ich Pastor in einem Dorf werden, das gleichzeitig an eine Stadt angeschlossen ist, wo meine Kinder gut zur Schule gehen können.
Welche Hobbies haben Sie neben der Arbeit als Pfarrer?
In meiner Freizeit koche ich gerne aus allen kulturellen Bereichen, da es mir besonders Spaß macht, neue Dinge auszuprobieren. Außerdem reise ich gern und viel und halte mich unter anderem durch Fahrradfahren fit.
Welches Urlaubsziel bevorzugen Sie denn persönlich?
Drei Länder liebe ich: Frankreich, Italien und Schweden, vor allem aufgrund der kulturellen Vielfalt.
Was macht Ihnen an der Arbeit im Pfarramt besonders Spaß?
Die Begegnung mit Menschen an den unterschiedlichsten Stationen ihres Lebens
Hier können Sie drei Bücher loben...
- Die Bibel, weil sie so viele Lebenserfahrungen enthält sowie Trost, Hoffnung und Zuversicht für das Leben vermittelt.
- Peter Hoeg, "Fräulein Smillas Gespür für Schnee", denn nichts geht über einen guten Krimi.
- Anselm Grün, "50 Engel für die Seele", weil Grün auf einfühlsame Weise mit den Glaubens- und Lebenserfahrungen und den Fragen an das Leben umgeht.
Wer ist Ihre Lieblingsfigur der Weltgeschichte?
Es gibt viele Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die viel Gutes getan haben und so berühmt geworden sind. Meine Lieblingsfiguren sind aber all die Menschen, die in ihrem Leben Schönes und Trauriges erfahren haben und vor allem in dunklen Zeiten ihren Glauben, ihr Vertrauen auf Gottes gute Führung nicht verloren haben. Von diesen Menschen kann ich viel lernen.
Was treibt Sie in Ihrer Arbeit an (Was motiviert Sie besonders)?
Die ausgesprochene oder unausgesprochene Dankbarkeit der Menschen, die ich in ihrem Leben als Pastor begleiten durfte und die Freude all derer, die gerne zu den Gruppen unserer Kirchengemeinde kommen.
Schenken Sie uns eine Lebensweisheit...
Geduld und Gelassenheit im Leben bewahren.
Das ist eine wichtige Grundlage im Leben, um den manchmal unverständlichen und scheinbar sinnlosen Lebensweg annehmen zu können und das Vertrauen auf Gottes gute Begleitung im Leben nicht zu verlieren.
Welches kirchliche Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Die zukünftige sichere Finanzierung der Arbeit in der Kirchengemeinde; dass bei aller Geldknappheit genug Geld da ist, damit sich Christen in der Kirche oder in den Gemeinderäumen treffen und wohl fühlen können.
Ganz besonders liegt mir die Renovierung der Schlosskirche am Herzen.
Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Dem Erfinder des Rollators, der Gehhilfe für ältere Menschen. Einmal ist es eine gute Geschäftsidee, vor allem aber ein Symbol dafür, dass man durch Leid, welches man erfährt, nicht gelähmt wird und an einen Ort gebunden ist, sondern beweglich bleibt, herauskommt aus seinem Leid und am Leben teilnimmt und Menschen begegnet.
Der Welt fehlt es an...
Orten, wo sich die Menschen begegnen können und Kraft, Mut, Hoffnung für ihr Leben finden
Was wünschen Sie sich für die Kirchengemeinde Salder für die Zukunft?
Christen, die sich weiterhin unserer Kirchengemeinde verbunden fühlen, hier ihre Heimat haben und gerne zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen kommen.
Dieses Interview wurde von Meriem Makina und Christoph Max geführt.