Es kommen viele Fragen auf, wenn Eltern vorhaben, ihr Kind taufen zu lassen.
Hier bieten nun allen Interessierten die Möglichkeit Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Taufe zu erhalten:
Welche Bedeutung hat die Taufe?
Mit der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen, sie bedeutet die Zusage der Liebe und des Segen Gottes. In unserer Gemeinde erfolgt die Taufe immer im Sonntagsgottesdienst.
Es gibt je nach Kirchengemeinschaft verschiedene Taufformen, das Wasser aber spielt in jeder Form eine wichtige Rolle:
Wasser reinigt, sprudelt und belebt. Es ist für uns Menschen und für die ganze Schöpfung lebensnotwendig. Vieles, was wir über das Wasser sagen, trifft auch auf das Sakrament der Taufe zu.
Mit der Taufe eines Menschen vergibt Gott ihm alle Schuld, er reinigt ihn. Dieses Sakrament soll uns Menschen zu lebendigen, vor Freude sprudelnden Christen machen. Wasser ist aber gleichzeitig ein Zeichen des Lebens und des Todes. Denn es kann auch Leben zerstören. Bei Überschwemmungen geht alles Lebendige unter, ohne Wasser vertrocknet alles Leben.
In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?
Kinder werden meist im ertsen Lebensjahr getauft, aber auch eine Gläubigentaufe im Erwachsenenalter oder eine späte Kindertaufe sind möglich.
Was spricht für eine Säuglings- bzw. Kindertaufe?
Eltern wollen Gott mit der Kindertaufe für das Geschenk der Geburt ihres Kindes auf diese Weise danken. Dem Kind wird unabhängig vom Verhalten die Liebe Gottes zugesprochen. Eltern und Paten haben die Aufgabe ihre Erfahrungen mit dem Glauben an das Kind weiterzugeben und diesem den cristlichen Glauben näherzubringen. Bei der Konfirmation kann das Kind dann selbst das Ja zum Glauben an Jesus Christus bekräftigen.
Was für Unterlagen brauchen wir für die Taufe unseres Kindes?
Bitte wenden Sie sich an Pfarrer Gantert, um einen Termin für das Taufvorgespräch und die Taufe selbst zu vereinbaren. Dort erfahren Sie alles Notwendige. In der Regel benötigen die Paten eine Patenbescheinigung des Pfarramts am Wohnort der Paten über die Berechtigung zum Patenamt. Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, bringen Sie es bitte zum Taufgespräch mit. Auf jeden Fall bringen Sie bitte die Geburtsurkunde des Kindes mit.
Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?
Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe, aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und wunderschön. Wer dann das Patenamt übernehmen will, muss in der Regel außerdem konfirmiert sein.
Kann mein Kind zum Konfirmandenunterricht gehen ohne getauft zu sein?
Ja,Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird das Kind in der Regel am Ende des Konfirmandenunterrichts getauft.
Kann ich mein Kind auch taufen lassen, wenn beide Elternteile kein Mitglied der Kirche sind?
Die Entscheidung, ob eine Taufe trotz fehlender Mitgliedschaft beider Elternteile möglich ist, wird vor Ort in der zuständigen Kirchengemeinde getroffen. Bitte wenden Sie sich an Pfarrer Ulrich Gantert.
Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?
Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht inne hat.
Ist die Ehe z.B. geschieden, liegt das Sorgerecht aber gemeinsam bei Vater und Mutter, setzt die Ausgestaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge Einvernehmen voraus in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Taufe. Können sich die Eltern nicht einigen, kann (schlimmstenfalls) das Familiengericht angerufen werden.
Eltern können sich aber zuvor auch allein oder besser noch gemeinsam an eine Erziehungs- und Familienberatungstelle wenden. Auch hier kann ein klärendes Gespräch mit dem Pfarrer helfen.
Was ist eine Nottaufe?
Wenn ein Ungetaufter sehr krank ist und zu sterben droht, wird eine Nottaufe vorgenommen. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin ausführen.
Gibt es eine ökumenische Taufe?
Nein. Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine konkrete Gemeinschaft ist erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession.
Wer sorgt für den Schmuck der Kirche?
Oft sind die Kirchen mit Blumen geschmückt. Wenn Sie besonderen Schmuck wünschen, sprechen Sie bitte mit unserem Pfarrer.
Wie soll der Täufling während der Taufe gekleidet sein?
So bequem und dabei so festlich wie möglich. In vielen Familien gibt es Taufkleider, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das ist eine schöne Tradition.
Können wir selbst bestimmen, wofür im Taufgottesdienst gesammelt wird (Kollekte)?
In vielen Gemeinden ist es möglich, dass Sie den Zweck der Kollekte selbst bestimmen, z.B. für die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde oder Organisationen, die Kindern helfen. Bitte fragen Sie im Pfarramt nach.
Welche Kosten entstehen für eine Taufe?
In der Regel ist die Taufe für Mitglieder der Kirchengemeinde kostenlos. Lediglich bei besonderen Wünschen wie zusätzlichem Blumenschmuck oder Musik können Kosten entstehen.
Wer kann Pate oder Patin werden?
Alle getauften Christinnen und Christen, deren Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören, können das Amt des Paten ausüben. Evangelische Christen müssen konfirmiert oder mindestens 14 Jahre alt sein. Wer allerdings aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit das Recht aufgegeben, Taufpate sein zu können.
Kann ich jemanden vom Patenamt entbinden?
Im Gegensatz zur möglichen Entbindung vom Patenamt auf eigenen Wunsch ist eine Streichung gegen den Willen des Paten nicht möglich. Bitte versuchen Sie in einem solchen Fall den Konflikt zu lösen, ihr Pfarrer steht Ihnen in einem Gespräch gerne zu Seite und gibt Ihnen Rat.
Wann endet das Patenamt?
In der evangangelischen Kirche endet das Patenamt formal nach der Konfirmation.

Bei weiteren Fragen oder Problemen scheuen Sie sich nicht, einen Gesprächstermin mit Pfarrer Ulrich Gantert zu vereinbaren!